Griechenland - Projekt

Kategorie-Beschreibung

November 2019

Lily  tauchte einfach hochschwanger bei einer Landwirtsfamilie während Elisabeth´s Sommerzeit auf. Sehr schwach, sie wollten sie nicht, doch sie blieb. Unterernährt. Ihre Babies „starben“ allesamt. Und weil sie blieb baten sie mich, sie sterilisieren zu lassen. Die Familie keine wollte keine weiteren Tiere und keine Babies mehr umbringen.  
Lilly ist ganz still und leise, kam sofort zu mir. Elisabeth bat die Famili, ihr gutes Futter zu geben, ließ auch gutes Futter und ein Bettchen dort .... sie hoffte, daß alles gut gehen werde.  Zurück in Deutschland rief sie dort an, es ging der Katze soweit gut. Natürlich fehlt Pflege, Parasitenmittel und sie darf niemals ins Haus. So wird dieses sanfte Wesen halt geduldet, sie muss wenigsten keine Babies mehr bekommen, und Elisabeth hofft inniglich, dass sie den Winter gut übersteht.

 Katze1 GR

 

 

Oktober 2019

 Fotos einer Hunde-Rettungsaktion von Elisabeth aus Griechenland:

Griechenlan3

Griechenland2

 

Griechenland1

 

August 2019

Liebe Tierschutzfreunde,

15 Jahre lang habe ich in Griechenland im Umfeld von Kavala gelebt. Seit einigen Jahren bin ich nun wieder in Deutschland. Doch besuche ich regelmäßig meine alte Heimat und vor allem meine Tierschutzfreunde dort. Ich habe sie Euch schon vorgestellt.
Kavala ist kein Urlaubsziel für mich. Ich will und muss Kontakt halten zu den wenigen, dafür aber entschlossenen Tierschützern. Menschen, die zum Teil selbst an der Armutsgrenze leben, aber dem Tierleid und der Kaltherzigkeit der Mitbewohner entschlossen die Stirn bieten.

Angekommen, genieße ich zunächst die grünen Berge auf der Fahrt zu meinem Zielort.
Auch hier hat es in diesem Jahr viel geregnet.

Die Tiere vor Ort bereiten mir eine stürmische Begrüßung. Aber dem Hündchen Orfeas geht es schlecht. Parasiten und Dreck.

Gleich in der ersten Nacht lassen mich grelle Verzweiflungsschreie vom Nachbargrundstück nicht schlafen. Diese Tierquälernachbarn. Dieses Mal haben sie einen großen weißen Hund. Er ist dabei sich zu erhängen. Kette verwickelt an den herumliegenden Ästen und am Stacheldraht. Nur noch 10 cm Spielraum. Es kommt nicht an Wasser. Der Hals ist wund gescheuert. Er wimmert – niemand hört dieses vergessene Wesen. Ich werfe nasses Futter über die hohe Mauer mit oben aufliegendem Stacheldrahtzaun.
Ich benötige jemanden, der mir hilft und hänge eilig Zettel mit Hilferufen auf. Ein Deutscher macht im Häuschen seiner Mutter Urlaub. Er las den Zettel als er vom Meer kam und eilte zu Hilfe. Mit einer langen Leiter gelangte ich über den rostigen Stacheldrahtzaun und konnte den Hund befreien. Ein Mädchen. Ich taufte sie Linda. Zerkratzt und zerschunden versuchte ich jetzt noch ihr Wasser und Fressen zu geben. Nasses Brot und Dosenfutter.
Linda trank gierig. Was für eine Schweinerei, ein Tier bei dieser Hitze ohne Wasser im letzten Winkel des Grundstückes anzuketten. Sollte Linda dort verrecken?
In einem kleinen Käfig saß auch noch ein Huhn eingesperrt, konnte sich kaum bewegen. Futter und Wasser nicht sichtbar.
Linda war so dankbar. Sie leckte mit unablässig die Hände. Die Situation war nicht ungefährlich. Ich kannte den Hund nicht und musste mich tief zu ihr herunterlassen, der Nachbar hielt mich an den Beinen fest. Jederzeit konnten auch die bösartigen Nachbarn auftauchen.

Ich telefonierte mit einer Tierschützerin vor Ort, die auch von der Tierhilfe Idensen e.V. immer wieder Unterstützung erhält. Gemeinsam überlegten wir, ob wir Anzeige erstatten sollten. Das wirkt mittlerweile auch in Griechenland. Doch ich konnte das nicht tun. Tierschutzarbeit in Griechenland ist nicht ungefährlich.
Aus maßloser Wut hätte man gar begonnen, die Tiere, die ich unterstütze, zu vergiften. Ein probates Mittel der Rache hier und um Tiere los zu werden, Menschen zu treffen.
Man muss behutsam vorgehen, obwohl man schreien möchte.

Tag und Nacht muss Linda in diesem Gerümpel, umgeben von Stacheldraht, Zäunen, Dreck, Müll, Urin und Kot darben. Kaum Bewegungsfreiheit. Sie versucht zu entkommen und verwickelt sich mit der Kette immer wieder im Geäst und Gerümpel.
Ich gehe täglich zu ihr mit Futter und Wasser. Erst die Leiter hoch und dann einen Eimer gefüllt mit Wasser zu ihr herunterlassen. Gerümpel hindert mich, sie zu befreien. Sollten die Besitzer mich erwischen, so hätten sie jedes Recht mich zu verklagen und mir Einbruch vorzuwerfen. Es sind Monster ohne jegliches Mitgefühl. Aber sie kommen nicht – tagelang.

In der Zwischenzeit werde ich informiert, dass 20 unserer Katzen unten am Hafen, die vor zwei Jahren mit unserer Hilfe sterilisiert wurden, vor zwei Tagen vergiftet wurden – fast alle!. Wir haben ohne Wissen, wer das war, keine Handhabe. Wir sind wieder einmal fix und fertig, wütend und voller Trauer um diese armen Tiere.

Lena organisiert die 3 starke Tierschutzfrauen von Kavala. Sie kamen ins Dorf und hingen einen Verwarnbrief wegen Linda an den Zaun dieser Nachbarn, als letzte Möglichkeit, ihr Verhalten zu korrigieren. Sonst Einschalten der Polizei. Linda ist ganz still geworden seit sie weiß, dass ich mich regelmäßig um sie kümmere. Wir setzen alles in Bewegung um sie dort herauszuholen.

Gleichzeitig fahre ich jeden Tag und besuche die Tierschützer, die von mir und auch der Tierhilfe Idensen e.V. unterstützt werden, um neue Maßnahmen zu besprechen.
Heute besuche ich Theopoula. Es geht ihr nicht gut. Sie steckt in einem Korsett seit sie als Tierschützerin von aufgebrachten Nachbarn angegriffen und zu Boden geschubst wurde. Dabei brach sie sich zwei Wirbel. Ich berichtete bereits darüber.

Die Besitzer von Linda kamen an einem Abend, sie rochen Lunte! Sie ließen Linda frei, und sie sprang mir mit unendlicher Freude entgegen. Im Briefkasten wurde eine schriftliche Belehrung hinterlassen, dass es mittlerweile ein Gesetz gibt, dass Tiere anständig gehalten werden müssen. Hilfsangebote wurden unterbreitet.

Schnell noch ein Kätzchen zum Tierarzt zwecks Sterilisation und morgen Sakis besuchen. Wieder wurden seine selbst gezimmerten Unterkünfte für die Bergkatzen zerstört!. Man wirft ihm Müll hin!

Zwei Tage später kamen die Nachbarn, Mutter und Tochter, hysterisch kreischend, völlig außer sich und beschimpften meinen Mann, der sich nicht wehrte. Ich hielt mich zurück, denn die Situation war gefährlich und leicht außer Kontrolle. Wir hatten einen entsetzlichen Tag. Ich wollte nicht enden wie Theopoula. Sie drohten mit Anzeige wegen Hausfriedensbruch. Dies könnte schlimmstenfalls Gefängnis und hohen Geldstrafen zur Folge haben. Sie logen!! Beschimpften uns! Das Linda sehr wahrscheinlich qualvoll verdurstet wäre und um ihr Leben kämpfte, steht nicht zur Debatte. Auch die anderen Dorfbewohner mischen sich da nicht ein. Ich bot an, Linda zu übernehmen.

Drei Tage später – die Situation hat sich beruhigt. Jetzt kommen sie täglich, kapierten grimmig die Warnung. Linda kann frei laufen, sehr ängstlich. Die Kette baumelt an ihrem Hals. Ansonsten ist sie an einem anderen Ort auf dem Grundstück an einem Baum angekettet. Wenigstens ist sie aus dem Dreckloch heraus. Doch andererseits habe ich keine Handhabe mehr gegen sie. Tierschützer und Polizei sind machtlos.

Was wird sein, wenn ich in einigen Tagen zurück nach Deutschland fahre? Ich bin schon jetzt traurig ob all der wunderbaren Tiere, die ich zurücklassen muss, auch Linda. Ich bin müde und manchmal überkommt mich eine große Verzweiflung. Wären da nicht die Tierschützer. Sehr wenige, aber sie helfen wo sie nur können.

Bitte helft Ihr der Tierhilfe Idensen e.V. und mir, damit vor Ort in Kavala die Arbeit fortgeführt werden kann.

Elisabeth Jost

 

Juli 2019

Katzenleid in Griechenland!

Katzenfutterstelle1

Katze2 GR

 

Katze5

 

Unser Engagement in Griechenland begann im Jahr 2015.

Dietlind adoptierte von dort eine ältere, behinderte Hündin und so enstand der Kontakt zu Elisabeth Jost. Seinerzeit lebte Elisabeth noch in Griechenland. Sie beherbergte nicht nur Hunde und Katzen, die sie von der Straße aufgelesen hatte oder die irgendwo rausgeschmissen worden waren, sondern engagierte sich für weitere Tierschützer. Sie kaufte Futter, bezahlte den Tierarzt und kümmerte sich um Futterstellen für streunende Hunde und Katzen. Ein Knochenjob!

Wir haben seinerzeit vereinbart, daß die Tierhilfe Idensen e.V. monatlich eine Spende von 100 Euro gibt. Immer gegen Vorlage von Belegen. Haben wir zusätzliche finanzielle Kapazitäten und gibt es vor Ort Bedarf (den gibt es natürlich immer), dann geben wir auch mehr!

 

Lena Leahy Elisabeth1

Inzwischen ist Elisabeth (auf dem Foto zu sehen) nach Deutschland zurück gekehrt. Sie ist dennoch weiterhin unsere Verbindungsfrau zu den Tierschützern vor Ort. Das ist total wichtig, denn wir sprechen kein griechisch und die Tierschützer kein Englisch. Elisabeth hält stets den Kontakt - schaut, was gebraucht wird, unterstützt auch psychisch und ist ein Mal im Jahr vor Ort. Dann fährt sie alle Tierschützer ab, geht mit auf die Futterrouten und ist auch einfach als Seelentröster da!

Ihr findet Ihr alle alten Berichte hier